Vielseitige Waffen-Offerte bei der Auktion am 16.3.

Deutsche Helmbarten, ein persischer Khula Khud, sowie Krise aus Indonesien und Java stehen im Blickpunkt der Waffen-Offerte bei der 40. Kunstauktion. Besonderes Highlight aber ist eine Auswahl an Steinschloss-Pistolen.

Steinschloss-Pistole, Steinschlosspistole Auktion München Scheublein Art & Auktionen

Drei Steinschloss-Pistolen, wohl balkantürkisch, 19. Jh., mit floralen Silbereinlagen. Schätzpreis: 600 Euro.

Eine zündende Erfindung

Wer im 16., 17. Jahrhundert eine Handfeuerwaffe besaß, lebte deshalb noch lange nicht auf der sicheren Seite. Zwar hatten Leonardo da Vinci und andere Erfinder fieberhaft daran gearbeitet, die bislang übliche Zündung mittels einer Lunte durch eine erste, mechanisierte Zündvorrichtung zu ersetzen, das sogenannte Radschloss – die Mechanik machte es möglich, kleinere, weniger schwere Waffen zu bauen, und funktionierte zuverlässiger und witterungsunabhängiger als das Abfeuern einer Ladung mittels Zündschnur. Doch der Weisheit letzter Schluss war auch das Radschloss, bei dem ein im Vorfeld gespanntes Rad beim Zurückschnellen in seine Ausgangsposition einen Funken schlägt, der die Ladung entzündet, noch nicht. Die komplexe Mechanik verursachte horrende Herstellungskosten, fiel bei feuchtem Wetter gerne aus und stellte keineswegs eine stets einsatzbereite Waffe sicher, da sich ein lange vor dem Schuss gespanntes Rad auch gerne wieder lockerte. Deshalb setzte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts das Steinschloss aus, eine Mechanik, mit der auch die hier vorliegenden Schusswaffen ausgestattet sind.

Steinschlosspistole Pistole Waffen Auktion Scheublein München

Oben: Steinschlosspistole, 1. Hälfte 18. Jhd., Maastricht oder Lüttich, Johann Jakob Beer. Schätzpreis: 700 Euro. Unten: Steinschlosspistole, wohl balkantürkisch, 19. Jhd., Schätzpreis: 400 Euro.

Beim Betätigen des Auslösers schlägt der Hahn mit einem eingespannten Feuerstein auf einen Metallhebel, die Batterie, der zugleich mit dem Verschluss der mit Zündkraut befüllten Pfanne verschließt. Durch den Aufschlag öffnet sich zum einen die Pfanne, zum anderen entsteht ein Funke, der das Zündkraut entzündet und so das Abfeuern des Schusses einleitet. Varianten von Steinschlössern waren in ganz Europa und im nahen Osten verbreitet und blieben bis weit ins 19. Jahrhundert hinein im Einsatz, bevor sie von den heute noch gebräuchlichen Perkussionsschlössern abgelöst wurden.

Steinschlosspistolen Pistolen Waffen Auktion München Scheublein

Oben: Ein Paar Steinschlosspistolen wohl balkantürkisch, 19. Jhd. Schätzpreis: 300 Euro. Unten: Zwei Steinschlosspistolen, osmanisch, wohl 19. Jhd. Schätzpreis: 600 Euro

Weitere Highlights der Waffen-Offerte

Schwert Persien Flyssa Marokko Waffen Auktion Scheublein München

Oben: Flyssa mit Scheide,, Marokko, 19. Jhd. mit beidseitig ornamental gravierter, messingeingelegter Rückenklinge. Schätzpreis: 160 Euro. Unten: Schwert mit Scheide, Persien, 19. Jhd., mit zweischneidiger Damastklinge. Schätzpreis: 400 Euro.

Kulah Khud Rundschild Persien Scheublein Auktion Waffen München

Kulah Khud, Persien, 19. Jhd., mit Ranken- und Blütendekor, Schätzpreis: 500 Euro, dazu gehöriges Rundschild, ebenfalls mit Ranken- und Blütendekor. Schätzpreis: 500 Euro

Kris indonesisch Auktion München Waffen Scheublein Art & Auktionen

Drei kunstvoll gearbeitete Krise aus Java und Indonesien: Oben: Mit leicht gewellter Pamorklinge und Schiede (Schätzpreis 100 Euro). Mitte: Mit mehrfach gewellter Damastklinge und beschnitztem Elfenbeingriff (Schätzpreis: 140 Euro). Unten: Mit gewellter Pamorklinge, tief beschnitztem Elfenbeingriff und Scheide (Schätzpreis: 180 Euro).

Helmbarte Hellebarde Waffen Scheublein Auktion München

Drei Helmbarten, alls Deutsch, um 1600. Schätzpreise von links: 500 Euro, 400 Euro, 350 Euro.

 

Schmuck von Utta Danella in der Auktion am 16.3.

Ein besonderes Augenmerk bei der Auktion am 16.3. liegt auf der Kategorie Schmuck. Denn das Angebot umfasst 22 Schmuckstücke aus dem Nachlass der überaus beliebten Schriftstellerin Utta Danella (1920 – 2015). Oben ist, neben einem privaten Foto von Utta Danella, das Highlight ihrer Sammlung zu sehen: Ein Jugendstil-Collier mit Altschliffdiamanten, Brillanten in Fancy-Tönen, Smaragden, Rubinen, Saphiren und Zuchtperlen (Schätzpreis: 9.000 Euro)

Utta Danella als Schmuck-Sammlerin

Wie diese Offerte bei SCHEUBLEIN Art & Auktionen zeigt, war die in München-Schwabing lebende Bestseller-Autorin Zeit ihres Lebens eine kenntnisreiche Sammlerin erlesener, aber auch modisch orientierer Schmuckstücke.

Romane und Juwelen

Aus den Anfangszeiten ihrer Karriere stammt ein silbergefasster, um 1950 entstandener Kreuzanhänger mit Cloisonné Email (Schätzpreis 100 Euro) – damals hatte die als Utta Denneller in Leipzig geborene junge Frau nach ihrer Tätigkeit als Mannequin sowie bei Rundfunksendern und Zeitungsverlagen gerade den 20 Jahre älteren Hermann Schneider geheiratet und war mit ihm nach München gezogen.

Schmuck Utta Danella Scheublein Auktion München

Kreuzanhänger, um 1950, Silber und Polychromes Cloisonné-Email, Schätzpreis 100 Euro.

Tausend Seiten und kein Verlag

Bald darauf begann sie, heimlich auf dem Dachboden, ihren ersten Roman zu schreiben: „Alle Sterne vom Himmel“ über eine aufstrebende Pianistin, deren Leben durch den zweiten Weltkrieg aus den Fugen gerät. Allerdings fand sich für das über 1.000 Seiten starke Manuskript kein Verlag. Einzig der Verleger Franz Schneekluth erkannte das immense Potential der Autorin, bestand aber darauf, dass sie ihr erstes Werk um die Hälfte kürzte. Und er erfand das Pseudonym Utta Danella.

Ringe Schmuck Nachlass Utta Danella Scheublein Auktion München

Ring, um 1910, mit Hochrechteckigem Ringkopf, besetzt mit Altschliffdiamanten und einer Rahmung aus Rubinen im Carréschliff, Schätzpreis 650 Euro (links), sowie Ring mit Türkis-Cabochon, um 1965, Schätzpreis 100 Euro (rechts).

Der Durchbruch

Der große Durchbruch gelang ihr mit ihrem vierten Roman, „Stella Termogen“, der Lebensgeschichte einer zwischen den Weltkriegen geborenen Frau über die Kriegs- und Nachkriegsjahre hinweg bis in die Wirtschaftswunderzeit. Ab da ging es Schlag auf Schlag: Sämtliche ihrer so gut wie jährlich veröffentlichten 43 Romane wurden, auch international, zu Bestsellern, zuletzt 2006 „Der Kuss des Apollo“. Dieses Buch schrieb die disziplinierte Schriftstellerin, die bis heute auf Platz vier der Welt-Bestsellerliste rangiert, noch mit 85. 2015 starb die Tier- und Naturfreundin im hohen Alter von 95 Jahren.

Schmuck Christian Dior Utta Danella Scheublein Auktion München

Collier und Ohrclipse von Christian Dior, Deutschland, 1975.  Schätzpreis: 180 Euro

Schmuck aus vier Jahrzehnten

Der Schmuck, der bei SCHEUBLEIN Art & Auktionen angeboten wird, zeichnet einen Teil dieser Lebensgeschichte nach: Einige Stücke, darunter ein vergoldetes Collier mit Ohrclipsen von Christian Dior (Schätzpreis: 180 Euro) und Ohrclipse mit Diamanten im Tropfenschliff (Schätzpreis 3.000 Euro), stammen aus den 60er und 70er Jahren, die sehr hochkarätigen Juwelen vor allem aus den 80er Jahren.

Schmuck Ohrclipse Diamant Utta Danella Scheublein Auktion

Links: Tropfenförmige Ohrclipse mit einem Diamanten im Tropfenschliff sowie einem Brillanten und einem rundfacettierten Smaragd. Schätzpreis: 3.000 Euro Rechts: Ohrclipse in Halbkreolenform mit rautenförmig angeordneten Edelsteinen. Schätzpreis 2.200 Euro.

Faible für Jugendstil-Schmuck

Daneben besaß Utta Danella sehr schönen Jugendstilschmuck – das exquisiteste Stück darunter ist ein um 1915 gefertigtes Diamant-Farbstein-Collier mit 210 Altschliffdiamanten, vier Brillanten in Fancy-Tönen sowie Smaragden, Rubinen, Saphiren und Zuchtperlen (siehe ganz oben).

Weiterer Pretiosen von Utta Danella

Jugendstilschmuck Jugendstil Medaillon Utta Danella Scheublein Auktion München

Um 1900 entstandenes Medaillon aus vergoldetem Metall.  Schätzpreis: 80 Euro

Jugendstil-Schmuck, Anhänger, Jugendstil, Schwarzopal, Utta Danella, Scheublein Auktion München

Ein Anhänger mit Kette, gefertigt um 1910,  mit einer Schwarzopal-Scheibe. Schätzpreis: 2.700 Euro

Ringe Schmuck Utta Danella Scheublein Auktion München

Links: Cocktailring um 1970, aus dem außereuropäischen Raum, mit Diamanten, Rubinen, Türkisen und Saatperlen. Schätzpreis: 800 Euro. Mitte: Rauchquarzring, Schätzpreis 160 Euro. Rechts: Cocktailring in Gelbgold mit Kleindiamanten, Schätzpreis 400 Euro.

Schmuck Ohrclipse Utta Danella Scheublein Auktion München

Ohrclipse in Gelb- und Weißgold, besetzt mit 24 Achtkantdiamanten des oberen Qualitätsbereichs. Schätzpreis 650 Euro.

Schmuck Brosche Utta Danella Scheublein Auktion München

Blütenförmige Brosche, besetzt mit Perlen, Kleindiamanten, Smaragden und Rubinen. Schätzpreis: 250 Euro.

Perlencollier Utta Danella Scheublein Auktion München

Südsee-Zuchtperlen-Collier aus weißen Perlen mit leicht goldenem Überfang. Schätzpreis: 1.500 Euro.

Ring Saphir Schmuck Utta Danella Scheublein Auktion München

Ring, um 1980, in Weißgold, besetzt mit einem gelben und einem rosafarbenem Saphir in Ovalschliff sowie einer Entourage aus Brillanten und Diamantbaguetten. Schätzpreis: 1.500 Euro.

Schmuck Ohrclipse Utta Danella Scheublein Auktion München

Ohrclipse mit geschwungenen Brisuren und Quastenanhängern, deren Enden mit insgesamt 20 Brillanten besetzt sind. Schätzpreis: 550 Euro.

Schmuck Collier Panzermuster Utta Danella Scheublein Auktion München

Collier in Gelb- und Weißgold, um 1980, gearbeitet im Flachpanzermuster “en deux couleurs”, besetzt mit Brillanten und Achteckdiamanten. Schätzpreis: 2.800 Euro

Die Schriftstellerin Utta Danella mit den blattförmigen Ohrclipsen, die ebenfalls in der Auktion angeboten werden (Foto: AVA)

Ohrclipse Diamant Brillant Rubin Tahiti-Zuchtperle Utta Danella Scheublein Auktion München

Blattförmige Ohrclipse mit Brillanten, Achtkantdiamanten und Rubinen (links), blütenförmige Ohrclipse mit Brillanten und je einer Tahiti-Zuchtperle, (rechts). Die Schmuckstücke werden zu einem Schätzpreis von 3.800 Euro bzw. 3.500 Euro angeboten.

Jan Polack und mehr: Altmeister bei der März-Auktion

Dem Münchner Stadtmaler Jan Polack
(1435 – 1519) zugeschrieben ist das prominentstete Gemälde
bei den Alten Meistern: ein „Schweißtuch
der Heiligen Veronika“ (Schätzpreis: 4.000
Euro). Darüber hinaus besticht die Auswahl bei den Alten Meistern diesmal mit Gemälden von sehr hoher Qualität, die dennoch zu moderaten Preisen angeboten werden.

Das Leiden Christi

Bei dem Jan Polack zugeschriebenen Gemäle “Das Schweißtuch der Heiligen Veronika” (Öl auf Holz, 32 x 42 cm) überrascht die Drastik in der Leidensdarstellung in im Antlitz Christi auf dem von zwei lieblichen Engeln gehaltenen Tuch. Erst ab etwa
1400 war es überhaupt üblich geworden,
das Gesicht auf dem Schweißtuch nicht
mehr als verklärten, überirdischen Christus
mit Heiligenschein zu zeigen, sondern mit
Dornenkrone und, schließlich, auch mit geschlossenen
Augen.

Ikonographischer Wandel

Das vorliegende Bild
markiert einen Zwischenschritt im Wandel
dieses Motivs, und ist zugleich auch ein beredtes Zeugnis für die Kunstproduktion im
München unter Herzog Albrecht IV.

Grasser und Polack

Ähnlich
wie der Bildhauer Erasmus Grasser, mit
dem Jan Polack bei der Gestaltung diverser
Altäre eng zusammenarbeitete, betrieb
auch Polack eine Werkstatt mit vielen
Mitarbeitern. Doch während in vielen anderen
Fällen die Hand des Meisters eindeutig
von der der Gehilfen unterscheidbar ist,
war das künstlerische Niveau wie auch die
Stringenz der vom Meister ausgegebenen
stilistischen Vorgaben so hoch, dass sich in
den Bildern aus der Werkstatt Jan Polacks
keine einzelnen Künstlerpersönlichkeiten
unterscheiden lassen.

Weitere Highlights der Kategorie Altmeister

Altmeister Bildnis Dame Scheublein Art & Autkeionen Auktion München

Oberitalienisch oder süddeutsch, 18. Jhd.:  Bildnis einer höfischen Dame mit entstellter Physiognomie.  Öl / Lwd., 61,5 x 50 cm. Schätzpreis: 2.400 Euro

Altmeister Niederlande Winterlandschaft Auktion München Scheublein

Niederlande, 16./17. Jhd.: Winterlandschaft mit Eisläufern. Öl/ Lwd., 35 x 46 cm. Schätzpreis: 1.800 Euro.

Altmeister Gemälde 16. - 18. Jh., Flämisch, Moses, Flandern

wohl Flämisch, 17. Jhd.: Moses schlägt Wasser aus dem Felsen. Öl/Lwd., 108 x 140 cm. Schätzpreis: 1.500 Euro

Altmeister Gemälde 16. Jh Gemälde 17. Jh Scheublein Art & Auktionen München, Stephanus, Judas Thaddäus

Zwei Bildtafeln: Heiliger Stephanus, Heiliger Judas Thaddäus. 16./17. Jh. Tempera und Goldgrund auf Holz, 22,5 x 13 bzw. 25 x 15 cm. Schätzpreis zusammen: 600 Euro.

Altmeister Gemälde 16. - 18. Jh., Aeneas, Scheublein Auktion München.

Weiteres Highlight der Auktion am 16.3., Kategorie Altmeister: Aeneas und Ascanius vor Dido, 17./18. Jhd, Öl/Lwd., 67 x 84 cm. Schätzpreis: 1.200 Euro

 

Bordeaux und Burgund: Das Chateau La Mission Haut-Brion und weitere Highlights der Wein-Offerte

Bouteillen des Chateau La Mission Haut-Brion vom Garonne-Südufer sowie einige Flaschen Grands Échézeaux der legendären Burgunder Domaine de la Romanée-Conti gehören zu den Highlights des Wein-Angebots der Frühjahrs-Auktion von SCHEUBLEIN Art & Auktionen am 16. März. Speziell mit den Weinen aus Pessac-Léognan kann man auch in ein Stück bordelaiser Wein-Geschichte eintauchen.

La Mission Haut Brion Wein Auktion München Scheublein Art und Auktionen

Acht Flaschen Chateau La Mission Haut-Brion, Grand Cru, Jahrgang 1967, Schätzpreis: 1.200 Euro.

Die Amerikaner von Bordeaux

Was wäre wohl gewesen, wenn die Mutter des amerikanischen Investmentbankers Clarence Dillon (1882 – 1979) nicht französischer Abstammung gewesen wäre und ihrem Sohn weder ihr fließendes Französisch noch ein Faible für das französische Savoir Vivre mitgegeben hätte? Die Weinwelt, zumindest was Bordeaux betrifft, sähe heute vermutlich etwas anders aus.

Ein wegweisendes Faible

Denn Dillon kaufte im Zuge seiner frankophilen Passionen 1935 das Chateau Haut-Brion, seit Jahrhunderten eines der legendärsten Weingüter im Anbaugebiet Graves am Südufer der Garonne. Mit einer neu gegründeten Handlung für Spitzenweine in Bordeaux vereinte Dillon das Chateau zur Domaine Clarence Dillon. Deren Verwaltung legte er in die Hände seines Neffen Seymour Weller, der den Weltrang des Gutes weiter festigte.

Vorrang am “linken Ufer”

Den entscheidenden Schritt zu einer regelrechten Vormachtstellung am „linken Ufer“ von Bordeaux aber ging dann knapp fünfzig Jahre später Dillons ebenso oenophile wie lebenslustige Enkelin Joan (*1935), die die Leitung der Domaine 1975 übernahm und 1983 einen grandiosen Coup landete: Sie kaufte die an das Chateau Haut-Brion unmittelbar angrenzenden Chateaux La Tour Haut-Brion, Laville Haut-Brion und, als besonderes Juwel, La Mission Haut Brion.

La Mission Haut Brion Wein Auktion München Scheublein Art und Auktionen

Sechs Flaschen Chateau La Mission haut-Brion, Grand Cru. Jahrgang 1981, Schätzpreis 900 Euro. 

Alte Vielfalt

Heute werden die Lagen von La Tour Haut-Brion sowie die Weißweinlagen von Laville Haut-Brion nicht mehr für eigene Weine herangezogen gezielt benutzt, um La Mission Haut Brion noch stärker zu profilieren – die Ernten von La Tour Haut-Brion sind hauptbestandteil des Zweitweins von La Mission Haut Brion, die Weißweine, von denen nur ca. 8.000 Flaschen jährlich auf den Markt kommen, werden unter der Bezeichnung La Mission Haut-Brion Blanc abgefüllt.

La Mission Haut Brion La Tour haut Brion Latour Haut Brion Auktion München Scheublein

Von Links: Zwei Flaschen La Mission Haut-Brion, Jahrgang 1976, Schätzpreis: 300 Euro. Eine Doppelmagnum La Mission Haut-Brion, Jahrgang 1982, Schätzpreis 1.800 Euro. Vier Flaschen La Tour Haut Brion, Jahrgang 1983, Schätzpreis: 300 Euro. 

Die Weinofferte der Jubiläumsauktion bietet einen guten Überblick über den Charakter der Weine der drei letztgenannten Chateaux vor ihrer Übernahme durch die Domaine Clarence Dillon. Besonders prägnant: die Doppelmagnum La Mission Haut-Brion des Jahrhundert-Jahrgangs 1982 .

Latour La Tour Haut Brion Auktion München Scheublein

Sieben Flaschen Chateau La Tour Haut-Brion, Grand Cru, Jahrgang 1980, Schätzpreis 500 Euro. 

Latour La Tour Haut Brion Auktion München Scheublein

Sechs Flaschen Chateau La Tour Haut-Brion, Grand Cru, Jahrgang 1966, Schätzpreis 600 Euro. 

La Ville Haut Brion Laville Haut Brion Auktion München Scheublein

Sieben Flaschen Chateau La Ville Haut-Brion, Cru Classé de Graves, Jahrgang 1982, Schätzpreis 800 Euro.

La Ville Haut Brion Laville Haut Brion Auktion München Scheublein

Vier Flaschen Chateau La Ville Haut-Brion, Cru Classé de Graves, Jahrgang 1981, Schätzpreis 600 Euro. 

Weitere Highlights beim Wein

Romanée Conti Grand Echezeaux Auktion München Scheublein

Domaine de la Romanée-Conti, Grand Échezéaux,: Eine Flasche, Jahrgang 1969, Schätzpreis 300 Euro, sowie fünf Flaschen, Jahrgang 1971, Schätzpreis 2.000 Euro.

Romanée Conti Grand Echezeaux Auktion München Scheubl

Domaine de la Romanée-Conti, Grand Échezéaux,: Sieben Flaschen, Jahrgang 1976, Schätzpreis 2.800 Euro. 

Uralte Traditionen – März-Auktion: Priestergewänder und liturgische Textilien

Ein besonders Augenmerk ruht bei der Auktion am 16. März auf einer Reihe von liturgischen Gewändern, Textilien und anderen liturgischen Dekorationsobjekten. Besonders interessant ist eine Reihe von Kaselteilen, an denen sich die Wandlung des priesterlichen Obergewands der katholischen Kirche vom 14. bis zum 16. Jahrhundert deutlich ablesen lässt.

Gekleidet wie im Alten Rom

Die Ursprünge der Kasel, wie auch der anderen katholischen Priestergewändern, sind in der antiken römischen Alltagskleidung zu suchen. Speziell die Kasel leitet ihre Urform von einem in der römischen Kaiserzeit üblichen Radmantel für Wind und Wetter ab, der Paenula.  Entsprechend trugen die Priester bis ins 13. Jahrhundert hinein weite, faltenreiche, ringsum geschlossene Mäntel ohne Armöffnungen, nach ihrer Form „Glockenkasel“ benannt.

Von der Glocke zur Geige

Ab dem 14. Jahrhundert allerdings wurden die voluminösen Mäntel beschnitten, sowohl wegen besserer Handhabung, wie auch um Stoff zu sparen. So enstand eine zweite. in Vorder- und Rückenteil gegliederte Form, die „Geigenkasel“, die ihre Gestalt seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr wesentlich veränderte. Während das während des Gottesdienstes der Gemeinde zugewandte Rückenteil gerade blieb, wurde die Vorderseite immer stärker bogig ausgeschnitten, bis Ende des 16. Jahrhunderts die Form der bis heute üblichen „Geigenkasel“ erreicht war.

Figur und Dekor

Diese Entwicklung ist an den vorliegenden Kaseln ebenso gut zu beobachten wie der Wandel in ihrer dekorativen Gestaltung: Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert wurden die Besätze, oft sogar die gesamte Kasel, mit figürlichen Stickereien verziert, wie bei der Kaselfront (Schätzpreis: 180 Euro) und dem Kaselrücken (Schätzpreis: 200 Euro) aus dem Italien des 16. jahrhunderts, auf deren Kaselstab die Muttergottes mit Kind, Johannes der Täufer, der Heilige Jakobus (Rücken) sowie die Heiligen Paulus und Andreas (Front) dargestellt sind.

Kasel liturgische Gewänder Auktion liturgisches Gewand Scheublein Art & Auktionen München

Kaselfront und -rücken, Italien, 16. Jhd., mit figürlichen Heiligendarstellungen. Schätzpreise 180 Euro (Front) bzw. 200 Euro (Rücken)

Ab dem 17. Jahrhundert setzte sich stattdessen eine reiche ornamentale Gestaltung durch, die beispielsweise auch die italienische Kaselfront aus dem späten 16. oder frühen 17. Jahrhundert prägt (Schätzpreis: 1.200 Euro). In rotem Samt und beigefarbenem Leinen ist ein aufwändiges florales Muster mit zentralem Sonnenmotiv gearbeitet.

Kasel liturgische Gewänder Auktion liturgisches Gewand Scheublein Art & Auktionen München

Kaselfront aus Italien, Ende 16. / Anfang 17. Jahrhundert mit floralem und Sonnenmuster in Samt und Leinen. Schätzpreis: 1.200 Euro

Wende in den 60er Jahren

Diese Form des Priestergewandes blieb bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ungebrochen erhalten. Erst die liturgischen Reformen der 60-er Jahre und die damit verbundene Zuwendung des Priesters zur Gemeinde lief der traditionellen Konzeption der Geigenkasel mit ihrer Akzentuierung der Rückseite entgegen. Tatsächlich sind moderne Priestergewänder deshalb wieder eher der altrömischen Glockenform entlehnt.

Weitere liturgische Textilien und Dekorobjekte

Kasel liturgische Gewänder Auktion liturgisches Gewand Parament Scheublein Art & Auktionen München

Links: Parament, 2. Hälfte 18. Jhd. mit floraler Silberfadenstickerei (Schätzpreis 250 Euro). Mitte: Kaselfront aus rotem Samt, datiert 1727, in einer Position angeboten mit einem  Parament aus grünem Samt (rechts) mit Silberborte. Schätzrpeis für beide: 350 Euro.

 

Antependium liturgische Textilien Parament Auktion Scheublein Art & Auktionen München

Antependium, um 1740, aus rotem Samt mit floraler Gold- und Silberfadenstickerei. Schätzpreis: 700 Euro.

 

liturgisches Gerät Reliquien Altarpyramiden Auktion Scheublein Art & Auktionen München

Zwei Altarpyramiden mit vergoldetem Holzgehäuse und Wachsmedaillons mit Heiligendarstellungen. Schätzpreis: 1.200 Euro

liturgisches Gerät Reliquien Altarpyramiden Auktion Scheublein Art & Auktionen München

Zwei Altarpyramiden mit vergoldetem Holzgehäuse und Reliquien in Drahtarbeit. Schätzpreis: 1.200 Euro.

Ein Kardinal kommt nicht allein – März Auktion: Highlights bei den Gemälden des 19. und 20. Jahrhunderts

Das Gemälde “Auszug eines Kardinals aus S. Zanipolo, Venedig” (oben) aus der Hand eines heute weitgehend in Vergessenheit geratenen katalanischen Historienmalers – Ramon Tusquets y Maignon – ist nur eine der vielen Entdeckungen, mit denen in der Auktion am 16. März die Gemälde des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aufwartet. Auch eine Impression eines Regentags in der Münchner Theatinerstraße aus dem Jahr 1908 von Charles Vetter gehört zu den Highlights dieser Kategorie, ein früher Mönch von Eduard Grützner , ein Blumenstilleben des von den Nationalsozialisten ermordeten Robert Kohl sowie ein Damenporträt von Franz von Lenbach.

Die Katalanen von Rom

„Ramon Tusquets y Maignon ist der katalanische Maler, bei dem es am wenigsten gerechtfertigt ist, dass er in Vergessenheit geriet“, schreibt der spanische Kunsthistoriker Carlos Reyero. Schon ein erster Blick auf sein detailreiches, mit fast fotografischer Genauigkeit gemaltes Gemälde “Auszug eines Kardinals aus S. Zanipolo, Venedig” (Schätzpreis: 800 Euro), macht geneigt, Reyero recht zu gebenGeboren 1837 als Sohn einer Barceloneser Handelsdynastie, konnte Tusquets y Maignon seinen Lebenstraum, Malerei zu studieren, erst verwirklichen, als sein Vater 1862 starb. Nach einem Jahr an der Akademie von Madrid übersiedelte er 1864 nach Rom – für Maler aus Südeuropa noch weit ins fin de siècle hinein das Kunst-Mekka schlechthin. Auch eine ganze Kolonie katalanischer Künstler hatte sich dort niedergelassen. Ihr führender Kopf: Marià Fortuny (1838 – 1874), Historienmaler und Orientalist (und Vater des Modeschöpfers Mariano Fortuny).

Gemälde Malerei 19. Jahrhundert Tusquets Auktion München Scheublein Historienmalerei

Ramón Tusquets y Maignon, “Auszug eines Kardinals aus San Zanipolo, Venedig”, Detail.

Historienmalerei neu entdeckt

Tusquets y Maignon schloss sich dessen Kreis begeistert an und griff alle dortigen Strömungen auf: Auch er malte Historien, orientalistische Gemälde oder auch „Costumbristas“ mit römischen Bäuerinnen und Bauern in ihrer traditionellen Tracht. Doch dann starb Marià Fortuny 1874 ganz überraschend an Malaria. Nun war es Tusquets y Maignon, der innerhalb der Gruppe zur Führungsfigur, und im Jahrzehnt zwischen 1880 und 1890 zum interessantesten Historienmaler Kataloniens avancierte. Denn ihm gelang es, in seinen Gemälden die klassisch-romantischen Tradition des Genres mit der neuen, plastischen Sprache des Realismus zu verbinden. Seine Bilder erregten Aufsehen, nicht nur in Tusquets’ Heimatland, sondern auch in Paris und Wien.

Von dieser Symbiose zwischen Historienmalerei und Realismus zeugt auch der vorliegende “Auszug eines Kardinals aus S. Zanipolo“: Die unfertige, deteilreich gestaltete Fassade mit dem Seitenportal nimmt fast drei viertel des Gemäldes ein. Das gesamte Personal des figurenreichen Bildes ist im unteren Viertel zusammengedrängt, doch mit großer, fast genre-hafter Erzählfreude dargestellt. Ein Schuhputzerjunge kommt herbeigeeilt; ein Straßenköter verbellt energisch einen kleinen Jungen, der von seiner größeren Schwester widerstrebend zum Ort des Geschehens gezerrt wird.

Gemälde Malerei 19. Jahrhundert Tusquets Auktion München Scheublein Historienmalerei

Ramón Tusquets y Maignon,  “Auszug eines Kardinals aus San Zanipolo, Venedig”, Detail: Straßenkinder

Rechts vom Kirchenportal drängen sich Menschen aller Bevölkerungsschichten: Ein Vater mit seiner wohlerzogenen kleinen Tochter (im blauen Kleidchen mit Reifen), Marktleute, eine Wahrsagerin, die gerade von einer Amme oder Zofe mit Baby im Arm Geld bekommt, während die zugehörige Herrschaft Mühe hat, an der Leine das zum Straßenköter hin ziehende, feingliedrige Windspiel in Zaum zu halten.

Gemälde Malerei 19. Jahrhundert Tusquets Auktion München Scheublein Historienmalerei

Ramón Tusquets y Maignon, “Auszug eines Kardinals aus San Zanipolo, Venedig”, Detail: Vornehme Dame.

Das Gemälde stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Spätphase von Tusquets schaffen, während der er besondere Popularität genoss. Doch  der radikale Schritt in die Moderne, den die bildenden Künste in den Jahren nach der Wende zum 20. Jahrhundert vollzogen, führte dazu, dass Tusquets y Maignons Bilder schon bald nach seinem Tod 1904 kaum noch Beachtung fanden. Aus kunsthistorischer Sicht schlummert sein Werk bis heute im Dornröschenschlaf. Der Kunstmarkt indes beginnt, diesen katalanischen Wahl-Römer langsam wiederzuentdecken.

Weitere Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts in der Märzauktion

Charles Vetter, Theatinerstraße , auktion München Scheublein

Charles Vetter, “Theatinerstraße”, rückseitig datiert 1908. Die Impression aus dem Stadtleben Münchens ist zu einem Schätzpreis von 6.000 Euro angesetzt.

 

Stilleben Kohl Robert Gemälde 20. Jahrhundert Scheublein Auktion München

Robert Kohl (1891 – 1944): “Blumenstilleben”, Schätzpreis: 4.000 Euro. Ein Bild, das auf ein tragisches Künstlerschicksal hinweist: Der auf Stilleben spezialisierte Maler war vor den Nationalsozialisten 1938 nach Paris geflohen und im Begriff, von dort in die USA zu emigrieren, als er von Gefolgsleuten des Vichy-Regimes an die Gestapo ausgeliefert wurde. Kohl wurde im Konzentrationslager Blechhammer in Schlesien interniert, von wo er nie zurückkehrte.

Lenbach Damenporträt Auktion München Scheublein art & Auktionen

Ein weiteres Highlight bei den Gemälden des 19. und 20. Jahrhunderts: Ein  möglicherweise Anna Gräfin von Sensheim zeigendes Damenproträt aus der Hand von Künstlerfürst Franz von Lenbach  (1836 – 1904). Schätzpreis: 3.800 Euro. 

Ergebnisse der Fundgrube-Auktion: Kupferkännchen und possierliche Katzen

Ein über sechseinhalb Stunden hinweg vollbesetzter Saal und reges Interesse sowohl von vor Ort anwesenden Bietern wie auch im Internet führten am 26. Januar bei der Fundgrube-Auktion von SCHEUBLEIN Art & Auktionen zu einer überaus hohen Quote an verkauften Objekten:Von den über 800 aufgerufenen Positionen aus allen Kategorien von Silber über Glas und Möbeln bis hin zu Gemälden fanden weit über 80 Prozent einen neuen Liebhaber. Besonders gefragt waren Silber, Schmuck, Glas, Porzellan, Asiatika und Kunsthandwerk.

Spitzenlos: ein vergoldetes Kupferkännchen

Den besten Preis erzielte ein wohl aus dem 18. Jahrhundert stammendes, türkisches Kännchen mit Dose (oben) aus vergoldetem Kupfer mit ziselierten, punzierten und teilweise flach reliefierten Blumendekoren. Es steigerte sich im Verlauf eines packenden Bietergefechtes bis zu einem Zuschlagspreis von 7.300 Euro*.

Weitere Top-Ergebnisse der Fundgrube-Auktion

Eine in Holz geschnitzte weibliche Heilige, kopiert nach einer Ignaz Günther-Figur, kletterte auf 3025 Euro.*

Weibliche Heilige (Magdalena?), Kopie nach Ignaz Günther. Ergebnis: 3025 Euro*

Für zwei Gemälde von Hubert Kaplan – „Eisvergnügen vor Schloss Nymphenburg“ und „Schäfer mit seiner Herde vor dem Matterhorn“ fiel der Hammer erst bei 2.520 Euro* bzw. 1.700 Euro*.

Hubert Kaplan Münchner Schule Auktion Scheublein Schloss Nymphenburg München

Das Gemälde “Eisvernügen vor Schloss Nymphenburg” war eines von zwei Gemälden aus der Hand von Hubert Kaplan, die bei der Januar-Fundgrube einen guten Preis erzielten. Es wechselte für 2.520 Euro* den Besitzer.

Eine puderblaue Rouleauvase und ein Pinselbecher mit unterglasurblauem Landschaftsdekor – die beiden Porzellanobjekte aus China wurden in einer Nummer angeboten – stiegen bis auf 1.890 Euro*.

Rouleauvase / Pinselbecher. China. Porzellan. Ergebnis: 1.890 Euro*

Katzen kamen gut an

Ein Konvolut von 25 Katzenobjekten – darunter Schmuckstücke, Keramiken, Glasobjekte und Gemälde – erfreute sich ebenfalls großer Beliebtheit. Besonders gefragt waren zwei sitzende Katzen aus der Keramikmanufaktur Zsolnay im ungarischen Pécs, beide entstanden um 1900. Die Stücke mit grün bzw. kupferfarben und dunkelblau irisierender Eosinglasur erzielten 1.390 Euro* bzw. 1.000 Euro*.

Katze Kunst Hauskatze Geschichte Auktion München

Die drei Katzenfiguren der ungarischen Keramikmanufaktur Zsolnay/Pécs standen ebenfalls hoch in der Bietergunst: Die “Sitzende Katze” mit grün irisierender Eosinglasur erlöste 1.390 Euro*, die Figur mit kupferfarbener und dunkelblau irisierender Eosinglasur 1.000 Euro*. Deren Pendant in Mattweiß wurde für 400 Euro* zugeschlagen.

Schwerpunkt der Fundgrube-Auktion: Lauter Katzen

Gleich 25 Objekte aus dem Angebot der Fundgrube-Auktion am 26. Januar künden von einer Jahrtausende alten Beziehung: dem Band zwischen Mensch und Katze. Unter den Hammer kommen lauter Huldigungen an die Schönheit der samtpfötigen Hausgenossen – Schmuckstücke, Glasobjekte, Gemälde oder Porzellan- und Keramikfiguren (oben: drei Katzen aus der Keramikmanufaktur Zsolnay/Pécs, um 1900, mattweiß bzw. mit irisierender Eosinglasur, Schätzpreise 120 bis 200 Euro).

Katzen sind Lieblinge No. 1

Längst hat hierzulande die Katze den Hund als beliebtestes Haustier abgelöst:  58% aller Menschen, die mit einem Tier leben, umgeben sich mit einer oder mehreren Katzen.

Katze Wiener Kunstkeramische Werkstätte Scheublein Auktion München

Sitzende Katze, Busch & Ludescher, Wiener Kunstkeramische Werkstätte, ca. 1910 – 1930, Steingut. Schätzpreis: 200 Euro.

Obwohl die Zärtlichkeit, von der solche Beziehungen heute getragen werden, erst vor ein- bis zweihundert Jahren in die Beziehung zwischen Mensch und Katze einkehrte, liegt der Beginn dieses Zusammenlebens an die 10.000 Jahre zurück.

Uralte Gemeinschaft

Den Beleg dafür liefert ein 9.500 Jahre altes Grab, das 2004 auf Zypern entdeckt worden war, enthielt neben Muscheln, polierten Steinen und anderen Grabbeigaben, einen Menschen mit seiner Katze.

Katze Geschichte Hauskatze Porzellanfigur Rosenthal Theodor Kärner Auktion München Scheublein

Liegende Katze, Rosenthal, nach Entwurf von Theodor Kärner. Der Porzellanbildner hatte  nach seiner Ausbildung zum Porzellanmodelleur gezielt Tierbildhauerei und Tiermalerei studiert, bevor er zunächst für Nymphenburg, später u.a. für Rosenthal Tierfiguren gestaltete. Die hier gezeigte Katze wurde um 1928 im von Philipp Rosenthal zunächst privat betriebenen Zweigwerk am Bahnhof Selb hergestellt. Schätzpreis: 140 Euro.

Dennoch war das Verhältnis über tausende von Jahren zunächst ein Zweckbündnis: Katzen hatten sich den Menschen angeschlossen, als diese begannen, sesshaft zu werden und Ackerbau zu betreiben.

Verwöhnte Jäger

Diese Vorräte lockten, sehr zum Entsetzen dieser ersten Landwirte, eine Unzahl von Mäusen und Ratten an – ein Festmahl für Katzen, die ihre Beute nun nicht mehr mühsam suchen mussten, sondern praktisch auf dem Präsentierteller serviert bekamen.

Katze Siamkatze Hutschenreuther Auktion München Scheublein

Zwei Figuren: sitzende Siamkatze. Hutschenreuther, nach Entwurf von  Gunther Granget (1932 – 2010), der von 1984 bis 1996 die Kunstabteilung der Porzellanfabrik in Selb leitete. Schätzpreis: 120 Euro

Die stark von der Landwirtschaft geprägte Kultur des Alten Ägypten billigte Katzen eine so hohe Bedeutung zu, dass sich bald eine kultische Verehrung der Tiere herausbildete.

Die Katze als Göttin

Zeugnis hierfür ist die Katzengöttin Bastet, der man Einfluss auf Fröhlichkeit, Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit zuschrieb. Griechen und Römer indes hielten sich zunächst lieber Frettchen, um das Haus von Mäusen frei zu halten. Erst im 3. Jahrhundert verbreitete sich die Hauskatze auch im Römischen Reich.

Katze Porzellan Hauskatze Geschichte Bing & Gröndahl, Auktion München Scheublein

Diese Sitzende Katze, entstanden um 1970 – 83, stammt aus der dänischen Porzellanmanufaktur Bing & Gröndahl, die 1987 mit der dänisch Königlichen porzellan-Manufaktur zu Royal Copenhagen fusionierte. Schätzpreis: 60 Euro. 

Das Mittelalter begegnete der Katze zwiegespalten: Auf der einen Seite breiteten sich mit der Ausweitung der Seehandelswege auch die auf diese Weise eingeschleppten Vorratsschädlinge Wanderratte, Hausratte und Hausmaus immer weiter aus – zu deren Bekämpfung immer mehr Hauskatzen eingesetzt wurden.

Von Katzen und Hexen

Auf der anderen Seite wurden Katzen im Zuge der Hexenjagden immer stärker dämonisiert. Freundschaftliche Beziehungen zu einer Katze galten schließlich sogar als Gotteslästerung.

Diese Vorurteile nahmen ab dem 16. und 17. Jahrhundert wieder ab; mit dem Wachstum der Städte nahm auch die Anzahl der Hauskatzen weiter stetig zu.

Vom Nutz- zum Heimtier

Doch erst mit der beginnenden industriellen Revolution stiegen die Katzen von ihrem vorherigen Status als reine Nutztiere zum richtigen “Heimtier” auf. Sie wurden Gefährten, Schönheitsidole, Musen – und nicht selten aufgrund ihres eigenwilligen Wesens auch Projektionsfläche für manch menschlichen Charakterzug.

Katzen Wiener Bronzen Geschichte Hauskatze Auktion München Scheublein.

Katze mit Tasche / Katze mit Posaune: Zwei sog. Wiener Bronzen, wie sie vor allem in der Gründerzeit von 80 einschlägigen Gewerbebetrieben produziert wurden. Häufig zeigten sie Tiere in menschlichen Haltungen, mit entsprechenden Attributen oder Kleidung.

Fundgrube-Auktion: Jugendstil- und Art Déco-Schmuck aus Österreich

Österreichischer Schmuck aus der Zeit des Jugendstil und des Art Déco bildet eines der Highlights bei der Fundgrube-Auktion am 26. Januar mit Trouvaillen für den kleinen Geldbeutel, quer durch alle Kategorien. Die Objekte bestechen nicht nur durch ihre Schönheit und handwerkliche Verarbeitung, sie erzählen auch vom Wandel des Frauenbildes in den Jahren unmittelbar vor und nach dem Ersten Weltkrieg.

Eine Wende in der Schmuckgestaltung hatte sich in Wien bereits seit den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts abgezeichnet. Zuvor war Schmuck für die gehobenen Schichten vor allem als Wertschmuck mit möglichst großen, kostbaren Steinen hergestellt worden. Nun setzten sich, dank der in der Donaumetropole führenden Juweliere Franz Hauptmann und Gustav Fischmeister – beide Schüler von René Lalique – französische Einflüsse durch, die vor allem vom Floralismus und Japonismus geprägt waren. „Der Wert der künstlerischen Arbeit und
die Idee sollen wieder erkannt und geschätzt
werden“, postulierte der Architekt und Design-Vordenker Josef Hoffmann
1905 in Bezug auf eine zeitgemäße Schmuckgestaltung.

Jugendstilschmuck Wien Jugendstil Schmuck Auktion München Scheublein

Ein Highlight der Schmuck-Offerte:  Wiener Jugendstil-Collier mit Diamanten und Diamantrosen. Schätzpreis: 300 Euro

Die sich gerade herausbildenden Zentren
einer zeitgemäßen Schmuckgestaltung,
die reformierte Kunstgewerbeschule und
die Wiener Werkstätten, schlossen sich
dieser Auffassung begeistert an und entwickelten
sie zu einer ganz eigenständigen Formsprache weiter.

Kunst statt Klunker

Dies ermöglichte
eine weit filigranere, vielfältigere Gestaltungsweise.
Nicht mehr der Materialwert
eines Schmuckstücks stand im
Vordergrund, sondern dessen Gestalt
und künstlerische Aussage. Binnen
weniger Jahre wurde Schmuck, ebenso
wie die reformierte Mode, wie sie unter
anderem im Salon der Schwestern Flöge
präsentiert wurde, zum individuellen
Ausdruck der Persönlichkeit der Trägerin.

Vom Wertschmuck zum Jugendstil

Diese Entwicklung mündete nicht
nur in den weltberühmten Schmuckstücken
Josef Hoffmanns, Koloman Mosers
oder Dagobert Peches, sondern auch
in einem generellen Wandel österreichischen
Schmuckschaffens, wie es auch
das vorliegenden Collier mit Diamanten
und Diamantrosen beweist, das für 300
Euro aufgerufen wird.

Jugendstilschmuck Jugendstil Schmuck Österreich Wien Auktion München Scheublein

Ebenfalls vom Jugendstil geprägt:  Ring, Österreich, Weißgold, mit einem Saphir und Altschliffdiamanten. Schätzpreis: 250 Euro

Die Trends der Schmuckgestaltung in
den Jahren nach dem ersten Weltkrieg
zeigten sich in Österreich stilistisch weit
weniger eindeutig: Zum Teil blieben
die Stücke, wie am Beispiel eines Rings
mit Saphir und Altschliff-Diamanten
(Schätzpreis: 250 Euro) zu erkennen
ist, noch Jugendstil-Formen verpflichtet.

Schmuck Art Déco Österreich Auktion München Scheublein

Hier bricht sich der Formenschatz des Art Déco Bahn: Ring und Ohrgehänge mit Rubinen und Diamantrosen, Österreich, nach 1925. Schätzpreis: 300 Euro

Teils griffen sie aber auch bereits die für das Art Déco typische Vorliebe
für geometrische Formen auf (Ring und
Ohrringe mit Rubinen und Diamantrosen,
Schätzpreis 300 Euro).

Schmuck Jugendstil Art Déco Österreich Auktion München Scheublein

Auch Mode-Steine der Art Déco-Zeit wie Onyx wurden in den österreichischen Schmuckstücken verarbeitet. Hier:  Zwei Ringe mit Altschliffdiamanten auf Onyxplatten. Schätzpreis: 300 Euro

Moden wie die
Verwendung von Onyx fanden im österreichischen
Schmuck ebenfalls ihren Niederschlag,
beispielsweise in den beiden
Ringen, die zusammen mit einer Taxe von
200 Euro angesetzt sind.

Art Déco Schmuck Österreich Wien Auktion München Scheublein

Für die moderne Frau:  Gold-Armreif mit reliefiertem Mittelteil und Diamantrose. Schätzpreis: 250 Euro.

Auch das neue
Selbstverständnis der Frau lässt sich an
der Entwicklung des Schmucks der 20-er
Jahre gut ablesen: Armreifen wie das bei
der Fundgrube-Auktion angebotene Stück
mit reliefiertem floralem Mittelteil und einer
Diamantrose (Schätzpreis: 250 Euro) behinderten
auch berufstätige und sportliche
Frauen bei keiner Tätigkeit.

Wildwest, Winter und edler Wein: Ein Rückblick auf das Auktionsjahr 2017

Wenn es um sein absolutes Highlight des Auktionsjahrs 2017 geht, braucht Michael Scheublein , Geschäftsführer von SCHEUBLEIN Art & Auktionen, nicht lange zu überlegen: Das sensationelle Ergebnis von Carl Ferdinand Wimars Gemälde “Indianer mit Pferden” – verkauft für 144.900 Euro* – hatte international für Schlagzeilen gesorgt. Doch das überragende Resultat war für Scheublein lediglich der Höhepunkt eines insgesamt erfolgreichen Auktionsjahrs, in dessen Verlauf die Palette des ohnehin breiten Angebots des Hauses noch um eine weitere Kategorie erweitert worden war: Wein.

Wimar bestes Ergebnis bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts

Das Gemälde, das in der Auktion vom 30. Juni so hoch geklettert war, war eine kleine Version von Wimars berühmtem Gemälde “The Captive Charger”, das heute im Louisiana Museum of Art zu besichtigen ist. “Einzigartige Themen liefern eben einzigartige Ergebnisse”, weiß Michael Scheublein aus seiner langjährigen Erfahrung. Und hierin nimmt das Bild des Deutschamerikaners Carl Ferdinand Wimar (1828 – 1862) gleich in mehrerlei Hinsicht eine Sonderstellung ein: Es repräsentiert nicht nur die Perspektive, mit der die USA des mittleren 19. Jahrhunderts auf die amerikanischen Ureinwohner blickten, es entführt den Betrachter auch auf Anhieb in die Welt von Lederstrumpf, Winnetou und Old Shatterhand.

Wimar Karl Ferdinand Charles, Captive Chargers, Ölstudie mit Indianern und Pferden, aus dem Angebot der Juni-Auktion von Scheublein Art & Auktionen München

Carl Ferdinand “Charles” Wimar, Indianer zu Pferde: Detail mit Waffen und Federschmuck

Wimar Karl Ferdinand Charles, Captive Chargers, Ölstudie mit Indianern und Pferden, aus dem Angebot der Juni-Auktion von Scheublein Art & Auktionen München

Carl Ferdinand “Charles” Wimar, Indianer zu Pferde: Detail mit von Wimar verwendeter indianischer Originalkleidung.

Italien und Niederlande top bei den Altmeistern

Alte Meister Niederlande Winterlandschaft Auktion München

Robert Griffier, “Das Eisvergnügen”. Erzielter Preis am 30.6. 2017: 50.400 Euro*

Bei den Altmeistern war es ebenfalls die Juni-Auktion, die besonders für Aufsehen sorgte: „Das Eisvergnügen“, eine vielfigurige Winterlandschaft des in England geborenen niederländischen Landschaftsmalers Robert Griffier (1675 – 1760), war ursprünglich mit 28.000 Euro angesetzt gewesen und wechselte schließlich für 50.400 Euro* den Besitzer.

Altmeister Toplos dal Sole Scheublein

 Giovan Gioseffo dal Sole: Magdalena. Ergebnis: 18.270 Euro*

Bereits im März war Giovan Gioseffo Dal Soles „Maria Magdalena“ mit einem exzellenten Ergebnis unter den Hammer gekommen. Die in Öl auf Leinwand gemalte Grisaille des Barockmeisters (1654 – 1719), die die Gefährtin Jesu als Büßerin zeigt, erzielte 18.270 Euro*.

Bei Sammlern sehr gefragt: Glas und Wein

Murano / Façon de Venise, Kelchgläser Auktion Scheublein München

Ein Highlight der Glassammlung in der September-Auktion: Zwei Kelchgläser, Venedig  bzw. Façon de Venise. Sie wurden in einer Position versteigert und erlösten 5.290 Euro*.

Für viele Sammler, vor allen Dingen von Silber, Kunsthandwerk und Glas, markierte die September-Auktion den Höhepunkt des Auktionsjahres bei SCHEUBLEIN Art & Auktionen. Darin wurde eine umfassende Privatsammlung versteigert, die unter anderem 215 hochkarätige Positionen mit Glas enthielt. Das Bieter-Interesse an den Glasobjekten war so groß, dass 88 Prozent abgesetzt werden konnten. Die Glassammlung konnte sich von einem Gesamtschätzpreis von 50.000 Euro bis auf einen Wert von 94.500 Euro* steigern.
Auch die Dezember-Auktion wartete mit einem herausragenden Glas-Objekt auf: Eine Flasche aus braunem Glas, süddeutsch, 18. Jahrhundert, wurde für 6.550 Euro* zugeschlagen.

Glas Auktion Scheublein München Auktionsergebnisse

Die Flasche aus braunem Glas, Süddeutsch, 18. Jahrhundert, wurde in der Dezember-Auktion für 6.550 Euro* zugeschlagen.

Mit fulminanten Ergebnissen reüssierte in der Juni-Auktion auch die neu ins breite Angebot von SCHEUBLEIN Art & Auktionen aufgenommene Kategorie Wein. Vor allem diverse Positionen mit Bouteillen der berühmten Domaine de la Romanée-Conti wurden intensiv beboten. Den höchsten Preissprung verzeichnete eine Flasche Romanée Conti Jahrgang 1971, angeboten mit einer Flasche Pommard, Auxey Meursault Jg. 1985. Sie erzielte 10.800 Euro.* Vor allem bei Privatleuten stieß die Wein-Offerte auf äußerst großes Interesse.

Domaine Romanée-Conti, Grand Échezéaux, Jahrgang 1966, 1976 und 1978, angeboten von Scheublein München in der Auktion vom 30. Juni 2017

Hochgeschätzte Debütanten: Bouteillen der Domaine de la Romanée-Conti. Hier: Sechs Flaschen Grand Échezéaux, zugeschlagen für 4.900 Euro*

Mit Slevogt in die Moderne

Max Slevogt, Pfalz, Neukastel, Auktion München

Max Slevogt, „Pfälzer Landschaft“, Ergebnis: 22.680 Euro*

Bei der Kunst an der Wende zur Moderne war ein weiterer Höhepunkt des Auktionsjahrs 2017 zu verzeichnen. Am 30. Juni kam eine Ölskizze des deutschen Impressionisten Max Slevogt (1868 – 1932) unter den Hammer. Das Bild einer Pfälzer Landschaft aus der „Neukasteler Periode“ des Malers wurde für 22.680 Euro* verkauft.

Sehr gesucht: Objekte des Münchner Jugendstil

Henry Helbig Ernst Haiger Möbel Jugendstil Auktion München Scheublein

Sessel und Tagesbett des Architektenduos Henry Helbig / Ernst Haiger. Ergebnis: 7.300 Euro*

Hoch in der Bietergunst standen im zurückliegenden Jahr auch Objekte aus der Zeit des Münchner Jugendstil. Ein Armlehnsessel und ein Tagesbett des Architektenduos Henry Helbig (1872 – 1943) und Ernst Haiger (1874 – 1952), die das Gesicht dieser Epoche in der Architektur der Isarmetropole entscheidend mitprägten, wurden für zusammen 7.300 Euro* verkauft. Ein vom Münchner Gestalter und Architekten Richard Riemerschmid (1868 – 1957) entworfenes, für das bis heute bestehende Juwelier- und Silberhaus Carl Weishaupt ausgeführtes 71-teiliges Besteck von 1911/12 erlöste 10.080 Euro*

Auktionsergebnisse Silber Auktion München Scheublein

Besteck für acht Personen, 71tlg., Entwurf: Richard Riemerschmid, 1911 / 12; Ausführung für Carl Weishaupt, München. Ergebnis: 10.800 Euro*

Highlights beim Silber: Gefäße mit Tradition

Wie sehr die Gefäßform des Deckelhumpens die deutsche Schmiedekunst über Jahrhunderte prägte, beweisen die beiden Spitzenlose der Kategorie Silber: Ein Ende des 19. Jahrhunderts entstandener großer Deckelhumpen im Stil des Historismus erzielte am
1. Dezember 10.710 Euro*. Über 200 Jahre älter ist der Augsburger Deckelhumpen aus der Hand von Ismael Thelott, der in der September-Auktion für 8.820 Euro* unter den Hammer kam.

Auktionsergebnisse Deckelhumpen Auktion München Scheublein

Ein großer Deckelhumpen aus der Zeit des Historismus erzielte 10.710 Euro*

Augsburger Silber Deckelhumpen Auktion München

Ein Deckelhumpen von Ismael Thelott,  Augsburg, um 1669 – 1673, wurde am 22. Sseptember für 8.820 Euro* versteigert.

Möbel und Einrichtung: Aus der Welt des Barock

Barockschrank Auktionsergebnisse Scheublein Art & Auktionen München, Kategorie Möbel

Bestverkauftes Los bei der Weihnachtsauktion von Scheublein Art & Auktionen München: Ein Barockschrank, wohl deutsch, 18. Jahrhundert. Er erzielte 14.490 Euro*

Das Jahres-Highlight bei den Möbeln wurde in der Dezember-Auktion versteigert: Ein Barockschrank mit Faden- und Bandeinlagen sowie Brandmalerei wechselte für 14.500 Euro* den Besitzer. Eine Bamberger Stutzuhr von Leopold Hoyss (1711 – 1797) und Georg Schmitt (1754 – 1830) war das herausragendste Objekt der Kategorie „Einrichtung“. Sie brachte in der September-Auktion 10.710 Euro* ein.

Toplose aus weiteren Kategorien

Auktion Ergebnis Skulptur Röll

SKULPTUR: Bronze “Sandalenbinder” von Fritz Röll (1879 – 1956). Zugeschlagen am 24. März für 7.560 Euro*

Auktion Ergebnis Teppich Teheran

TEPPICHE: Teheran, frühes 20. Jhd. Zugeschlagen am 24. März für 7.060 Euro*.

Musikautomat Paris Auktion München

KUNSTHANDWERK/ VARIA: Musikautomat „Kaffee trinkender Mohr“, Paris, Anfang 20. Jahrhundert. Zugeschlagen am 30. Juni für 10.080 Euro.*

Asiatika Auktion Scheublein München Lama Tibetochinesisch

ASIATIKA: Sitzender Lama, vergoldete Bronze, 18. Jahrhundert. Zugeschlagen am 30. Juni für 10.800 Euro.*

Frankenthal Jagdfrühstück

PORZELLAN:
Figurengruppe „Das Jagdfrühstück“, Manufaktur Frankenthal, um 1767 nach einem Modell von Carl Gottlieb Lück. Zugeschlagen am 24. März für 5.670 Euro.

Liebermann Tuschzeichnung Graphik Auktion Ergebnisse

GRAPHIK: Tuschzeichnung „Reiter und Reiterin“ von Max Liebermann, zugeschlagen am 24. März für 10.080 Euro*.